Im Jahre 1922 wurde das 1895 gebaute Spritzen- und Arresthaus vergrößert und durch einen Schlauchturm erweitert. Der Auftrag wurde von dem Bauunternehmer Eilert Hoffmann zum Preise von 38.112,30 DM ausgeführt.
Im Gründungsjahr der Freiwilligen Feuerwehr Barßel gehörten der Wehr folgende Mitglieder an: Bernhard Heitkamp, Eilert Niehaus, Fritz Ebkens, Franz Schlotmann, Paul Ebkens, Otto Elsen, Clemens Weyland, Klemens Kümper, Jonny Sobing, Meinhard Meiners-Hagen, Hermann Meiners, Willi Winter, Johann Tellmann, August Möller, Gerd Ebbers, Bernhard Hibben, Jann Ostermann, Jann Duen, Detert Hoffmann, Bernhard Lamping, Heinrich Göttken, Fritz Hoffmann, Johann Deters, Detert Deters, Hans Gruben, Hans Strohschnieder, Theodor Niehaus, Hermann Lütjes, Benno Meiners, Kaspar Nehus, Bertus Remmers, Hermann Huismann, Johann Hoffmann, Hermann Ebbers und Emil Liebetrau. Hauptmann war Eilert Niehaus und sein Adjutant war Fritz Ebkens.
Im Jahre 1925 wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Barßel unter der Leitung von Emil Liebetrau ein Pfeiffen- und Trommlerkorps gegründet, aber, nach Wegzug von Liebetrau, in den Jahren 1928/29 wieder aufgelöst.
Am 25. und 26. Juni 1927 nahm man erstmalig an einem Oldenburgischen Feuerwehrtag, der in Westerstede stattfand, teil. Bei dem dort stattfindenden Gottesdienst hielt der Barßeler Vikar Süttmann die Festpredigt.
Im Jahre 1938 wurde für die Feuerwehr Barßel eine neue Motorspritze der Firma Metz aus Karlsruhe zum Preis von 3.653,65 DM angeschafft. Bis dahin wurde die alte Motorfeuerspritze mit einem Pferdegespann gezogen, wofür die Pferde von "Boß-Eilert" (Niehaus) abgestellt waren.
Nach Anschaffung der Motorspritze im Jahre 1938 war man auf Kraftfahrzeuge angewiesen, um die Spritze zu befördern. Um eine reibungslose Beförderung der Spritze sicherzustellen, wurden Kraftfahrzeuginhaber in auswärtiger Löschhilfe zur Verfügung zu stellen.
Im Jahre 1941 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Barßel ein eigenes Löschgruppenfahrzeug der Firma Mercedes-Benz mit Metz-Aufbau. Es wurde durch die Firma Fortmann in Oldenburg ausgeliefert.
Im Jahre 1953 zeigte sich dann, daß das alte Fahrzeug nicht mehr voll einsatzfähig war und mehrfach bei Brandeinsätzen angeschoben werden mußte. In einem Zeitungsartikel anläßlich einer Feier zum 30jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Barßel ist zu lesen, daß die Einsatzbereitschaft durch das Versagen der Motorspritze und des Feuerwehrwagens allzuleicht gefährdet sei und die Forderung nach einem neuen Fahrzeug aufgestellt wurde.
Im Jahre 1954 wurde ein neues Löschgruppenfahrzeug LF8 der Firma Opel mit Bachert-Aufbau zum Preise von 18.365,-- DM und im Jahre 1962 eine neue Bachert-Tragkraftspritze mit VW-Motor zum Preise von 4.035,-- DM angeschafft.
Aufgrund der vielfältigen und sich immer mehr verlagernden Aufgaben der Wehr wurden weiter angeschafft:
Im Jahre 1964 ein Tanklöschfahrzeug TLF 16 der Firma Mercedes mit Metz-Aufbau zum Preise von 56.659,34 DM.
Im Jahre 1972 ein gebrauchter Bundeswehrjeep zum Preise von 1.000,-- DM, im Jahre 1973 ein VW-Bus zum Preise von 13.875,13 DM und im Jahre 1976 ein Tanklöschfahrzeug TLF 8 S Mercedes mit Schlingmann-Aufbau zum Preise von 85.400,-- DM.
Vom Landkreis Cloppenburg wurden der Feuerwehr Barßel im Jahre 1970 ein Feuerwehrrettungsboot mit Trailer und im Jahre 1980 ein Gerätewagen GW 1 der Firma Mercedes mit Schlingmann-Aufbau zur Verfügung gestellt.
Im Jahre 1981 konnte die Wehr von der Gemeinde Barßel ein neues Löschgruppenfahrzeug (mittelschwer) der Firma Mercedes mit Schlingmann-Aufbau in Empfang nehmen, so daß das im Jahre 1954 angeschaffte Löschgruppenfahrzeug (die alte "Emma") in Pension gehen konnte. Das neue Fahrzeug kostete 133.721,50 DM.
Im gleichen Jahre wurde auch das 60-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Barßel gebührend gefeiert.
Am 26.10.1989 wurde dann ein neues Iveco-Magirus-Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 an die Feuerwehr Barßel zum Preise von 212.576,94 DM ausgeliefert. Das im Jahre 1964 angeschaffte Tanklöschfahrzeug wurde ausgemustert.
Der im Jahre 1973 in Dienst gestellte VW-Bus gab aus Altersgründen seinen Geist auf und wurde am 24.05.1991 durch einen VW-Bus SYNCRO mit Allradantrieb zum Preis von 49.363,39 DM ersetzt.
Das neue Feuerwehrhaus an der Ammerländer Straße in Barßel wurde im Jahre 1972 seiner Bestimmung übergeben. Das Haus beinhaltet neben der Wohnung des Gerätewartes der Feuerwehr gleichzeitig die Polizeistation Barßel. Die Errichtung des Hauses erforderte Kosten in Höhe von 224.419,-- DM. Die Einweihung des neuen Hauses wurde verbunden mit einer Feier des 50jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Barßel.
In den letzten Jahren traten an dem Flachdach des Feuerwehrhauses immer mehr schäden und Leckstellen auf. Bereits in einem Schreiben vom 15.04.1985 hat die Feuerwehr auf diesen Umstand hingewiesen und um Abhilfe gebeten. Die Schäden waren so stark, daß teilweise an den im Aufenthaltraum aufgehängten Bildern das Wasser aus der Wand heraustrat.
Im Jahre 1989 plante die Gemeinde Barßel die Aufbringung eines Satteldaches um den genannten schäden vorzubeugen und die Bausubstanz nicht verkommen zu lassen.
Mit Schreiben vom 25.03.1989 bat die Feuerwehr um Prüfung, ob der durch das Aufbringen eines Daches entstehende Bodenraum nicht als "Mannschaftsraum" für die Feuerwehr ausgebaut werden könne. Es wurde dargelegt, daß der jetzige Raum, bei 39 aktiven Kameraden und 5 Kameraden der Altersabteilung, für die Durchführung der Ausbildung in Theorie und Praxis zu klein sei. und die auch zum Feuerwehrdienst gehörende gesellige Kameradschaft zu kurz komme. Gleichzeitig wurde zugesagt, daß die Kameraden der Feuerwehr bereit und in der Lage seien, bei Materialgestellung durch die Gemeinde Barßel den Ausbau des Mannschaftsraumes in Eigenarbeit durchzuführen.
Nachdem der Rat der Gemeinde Barßel im Jahre 1989 die Aufbringung eines Satteldaches und den Ausbau eines Schul- und Versammlungsraumes beschlossen hatte, wurden von der Feuerwehr am 25.02.1991 mit den ersten Planungsarbeiten begonnen. Der eigentliche Ausbau begann dann im Juni 1991.
In über 3.300 Arbeitsstunden wurden die Räume (Schulungs- und Aufenthaltsraum, Büro des Gemeindebrandmeisters, die Küche und Abstellräume) hergerichtet. Viele Wochenenden und Abendstunden der Freizeit wurden geopfert, um die anstehenden Arbeiten zu Ende zu führen.
Gleichzeitig wurden auch die alten Räume sowie die Fahrzeughalle einschließlich der Hallentore neu gestrichen. Der sehr schlechte Hallenfußboden wurde ebenfalls saniert.
Die Feuerwehr Barßel stimmte dem Anliegen der Gemeinde Barßel zu, die Wohnung des Gerätewartes aufzugeben, um diese Räume dem Polizeirevier Barßel zu überlassen.
Das TLF 8 S, dass die Gemeinde im Jahr 1976 beschafft hatte musste im Jahr 2005 nach 29 Dienstjahren außer Dienst gestellt werden. Als Ersatz für dieses Fahrzeug wurde zum Schutz der Bürger der Gemeinde Barßel ein HTLF16/25 mit MAN- Fahrgestell und Schlingmann Feuerwehrtechnik beschafft. Dieses Fahrzeug verfügt neben der Feuerlöschtechnik zusätzlich über einen Rettungssatz für die technische Hilfe bei Verkehrsunfällen und anderen technischen Hilfeleistungen.
Seit Gründung im Jahre 1921 waren folgende Gemeindebrandmeister in der Freiwilligen Feuerwehr Barßel tätig: Auktionator Bernhard Heitkamp aus Barßel, der auch gleichzeitig den Posten eines Amtsbrandmeisters wahrgenommen hat. Sein Nachfolger wurde Baumeister Otto Elsen aus Barßel. Danach wurde die Wehr während des Krieges kurzfristig von Holzkaufmann Detert Deters aus Barßel und von Lagerverwalter Heinrich Göttken aus Barßel, geleitet. Nächster Gemeindebrandmeister war Viehhändler Johann Hoffmann aus Barßelermoor. Am 15.02.1957 wurde Kaufmann Bernhard Elsen aus Barßel Gemeindebrandmeister. Da er 1965 aus privaten Gründen zurücktrat, wurde er am 28.08.1965 durch Bezirksschornsteinfegermeister Max Lukasczyk abgelöst. Nach dessen Übergang in die Altersabteilung übernahm Schlachtermeister Willi Sobing, Barßel, am 21.08.1974 die Wehrführung. Nach dem Rücktritt von Willi Sobing aus gesundheitlichen Gründen wurde stellvertretender Gemeindedirektor Heino Weyland, Barßel, am 01.05.1983 neuer Gemeindebrandmeister. Im Jahr 2000 wurde Hubert Kruse Gemeindbrandmeister, nachdem Heino Weyland das Amt aufgrund des bevorstehenden Wechsels in die Altersabteilung abgegeben hatte. Nach Neuwahlen im Jahr 2007 wurde Uwe Schröder am 1.5.2007 Gemeindebrandmeister. Seine bisherige Aufgabe als stellvertretender Gemeindebrandmeister übernahm am gleichen Datum Hermann Sybrandts.
Am 18.12.1967 wurde auf Initiative des des späteren Gemeindebrandmeisters Heino Weyland eine Jugendfeuerwehr gegründet, die auch heute noch besteht und z. Zt. 14 Mitglieder hat. Mittlerweile sind in der Wehr 25 aktive Kameraden, die aus der Jugendfeuerwehr kommen.
Die Feuerwehr Barßel hat heute 37 aktive Mitglieder, 12 Kameraden in der Altersabteilung und ein Ehrenmitglied. Sie sind zuständig für den gesamten Bereich der Gemeinde Barßel mit über 12.500 Einwohnern und mit einer Flächengröße von über 8.400 ha. Die Freiwillige Feuerwehr Barßel verfügt heute über ein Tanklöschfahrzeug TLF 16/25, ein Hilfeleistung-Tanklöschfahrzeug HTLF 16/25, ein LF 8 mittelschwer, einen Gerätewagen GW 1, einen VW-Bus als Einsatzleitwagen, einen VW-Bus als Mannschaftstransportfahrzeug der Jugendfeuerwehr und ein Feuerwehrrettungsboot.
Es wäre müßig, alle größeren Einsätze der vergangenen Jahre aufzuzählen. Sie reichen von Menschenrettungen, Vermißtensuchen, zwölftägigen Moorbränden, Explosionsunglücken, Schiffsbränden, Zug- und Verkehrsunfällen, Gasexplosionen, Hochwasser, Sturmschäden, bis zum Brand der Teerkuhlen bei der Koksfabrik.
Das Bild der Feuerwehr, früher zumeist nur mit dem Bekämpfen von Bränden beschäftigt gewesen, hat sich gewandelt. Unser technisches Zeitalter bringt es mit sich, daß die Feuerwehrmänner vielseitig sein und eine Menge technischen Wissens beherrschen müssen.
Getreu dem Wahlspruch der Feuerwehren
GOTT ZUR EHR, DEM NÄCHSTEN ZUR WEHR
werden die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Barßel auch in Zukunft für die Bürger der Gemeinde Barßel uneigennützig ihren Dienst leisten.